Astronomietag 2020

  • Wann
    Samstag 24.10.2020 14:00-23:45
  • Ort
  • Typ
    Öffentliche Anlässe

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Die lange Nacht der Planeten.

Die Welt der Sterne ist den meisten von uns unbekannt. Vom Großen Wagen hat jeder schon einmal gehört, doch wo findet man ihn? Und kann ich eigentlich mein „Sternzeichen“ auch am Himmel finden? Welcher der vielen Sterne ist vielleicht ein Planet? Am 24. Oktober 2020 laden Sternwarten und Astronomievereine in ganz Deutschland und der Schweiz wieder dazu ein, um genau diese Fragen zu beantworten – und die Welt der Sterne mit den eigenen Augen zu erkunden.

Update vom 24.09.2020: Der Astronomietag wird trotz geschlossener Sternwarte mit einem alternatien Programm durchgeführt. Wenn es das Wetter zulässt, wird das Bild vom Teleskop per Live-Stream übertragen. 

In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober werden die Uhren von Sommer- auf Normalzeit umgestellt. Dadurch wird die Nacht nicht länger, aber wir haben am Sonntag eine Stunde mehr Zeit, um auszuschlafen.

Ende Oktober kann man sich abends von den Sommersternbildern verabschieden: Im Südwesten stehen die Sternbilder Schwan, Leier und Adler noch hoch am Himmel. Deren drei Hauptsterne Deneb, Wega und Atair bilden das sogenannte „Sommerdreieck“. Bei dunklem Himmel sieht man hier das Band der Milchstrasse.

Im Südosten ist bereits das „Herbstviereck“ aufgegangen: Es setzt sich aus drei Sternen des Sternbildes Pegasus und, links oben, einem Stern der Andromeda zusammen. Unterhalb und links vom Pegasus verlaufen die Sternenketten der Fische – alles schwache Sterne, doch derzeit leuchtet dort sehr hell der Planet Mars.
Wer freien Blick zum südlichen Horizont hat, sieht dort vielleicht einen hellen Stern funkeln: das ist Fomalhaut der Hauptstern im Sternbild Südlicher Fisch. Sein Name bedeutet übersetzt „Maul des Fisches“.

Unterhalb von Mars und den Fischen macht sich das Sternbild Walfisch breit; das ist bekanntlich biologisch nicht richtig, genauer müsste der „Cetus“ eher Meeresungeheuer heissen. Im Walfisch gibt es einen Stern, der nur alle elf Monate so hell wird, dass man ihn mit blossem Auge sehen kann: Mira, die Wundersame. Ende Oktober sollte Mira gut zu erkennen sein.

Im Laufe der Nacht gehen die Sommersternbilder im Westen unter, die Herbststernbilder passieren die Südrichtung, im Osten treten die Wintersternbilder über den Horizont. Wer bis nach Mitternacht durchhält, kann sogar den Himmelsjäger Orion begrüssen.